OOWV – Chambeshi Water Supply and Sanitation Company

Die Projektbeteiligten

  • Deutsche Betreiber
  • Internationaler Partner

Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV)

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) (Oldenburg, Deutschland) versorgt über eine Million Menschen im Nordwesten Deutschlands mit Trinkwasser. Mit 46 Kläranlagen übernimmt der Wasserverband auch für 38 Kommunen und für einen Zweckverband die fachgerechte Abwasserentsorgung. Als eine Körperschaft des öffentlichen Rechts verfolgt der OOWV mit rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern keine Gewinnerzielungsabsicht und investiert alle erzielten Überschüsse.

Wupperverband

Der Wupperverband (Wuppertal, Deutschland) übernimmt wasserwirtschaftliche Aufgaben im 813 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg. Er betreibt unter anderem 14 Talsperren, 11 Klärwerke und eine Schlammverbrennungsanlage. Zudem unterhält er rund 2.300 Kilometer Flüsse und Bäche.

Chambeshi Water Supply and Sanitation Company Ltd

Die Chambeshi Water Supply and Sanitation Company befindet sich in den Provinzen Northern und Muchinga in Sambia. Der Betrieb wurde im Jahr 2003 aufgenommen. Heute ist das Unternehmen in 12 Distrikten tätig, darunter sowohl städtische als auch ländliche Gebiete. In diesem Versorgungsgebiet betreut es über 600.000 Einwohner*innen. Das Unternehmen betreibt Trinkwasserversorgungs- und Abwassersysteme in 12 bzw. 7 Distrikten.

Das Projekt

Diese Betreiberpartnerschaft wird starke Synergien mit dem NEWZA-Programm sowie dem vom BMZ finanzierten SIWaS-Projekt schaffen. Ihr Hauptziel ist der Wissenstransfer und der Kapazitätsaufbau, was letztlich zu verbesserten Abläufen bei den Betreibern, gestärkten Betriebsstrukturen und einer nachhaltigen Bereitstellung hochwertiger Dienstleistungen führen soll.

NEWZA (Nexus Energy and Water Program for Zambia) ist ein im Jahr 2024 gestartetes Programm, das von der EU, UNICEF und dem BMZ finanziert wird. Es ist Teil der Gemeinsamen Europäischen Strategie für Sambia und zielt darauf ab, die Energie- und Wasserversorgung im Land wesentlich zu verbessern. Dies soll durch eine Steigerung der operativen und finanziellen Leistungsfähigkeit der Versorgungsunternehmen erreicht werden: Ein Ansatz, der den Zusagen der sambischen Regierung und der in Sambias Wassersektor aktiven EU-Mitgliedsstaaten entspricht. NEWZA wird teilweise im Rahmen des bilateralen BMZ-Projekts SIWaS (Strengthening Institutions for Sustainable Water Supply and Sanitation in Zambia) umgesetzt. Diese Betreiberpartnerschaft ist in diesen Rahmen eingebettet und trägt direkt zu dessen Zielen bei.

Arbeitspakete der Partnerschaft  

Die Partner planen derzeit eine Zusammenarbeit in vier Arbeitspaketen im Rahmen ihrer Partnerschaft:

Non-Revenue Water (NRW)

Im Jahr 2023 lag der Anteil von Non-Revenue Water (NRW) bei der Chambeshi Water Supply and Sanitation Company bei 41 Prozent. Bestimmte Distrikte trugen überproportional dazu bei, was auf verschiedene Ursachen zurückzuführen ist, unter anderem auf veraltete Infrastruktur.

Die Partner beabsichtigen, gemeinsam die derzeitigen Praktiken im NRW-Management zu analysieren und zu bewerten, um mögliche Kooperationsfelder zu identifizieren. Dabei sollen sowohl physische als auch kommerzielle Wasserverluste adressiert werden. Auf Grundlage dieser Analyse sollen gemeinsam relevante Schulungsbedarfe definiert und Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Leckageortung ausgelotet werden.

Wasserqualität

Im Rahmen des Arbeitspakets zur Wasserqualität planen die Partner zu untersuchen, wie das Management der Wasserqualität an das erweiterte Mandat der Chambeshi Water Supply and Sanitation Company angepasst werden kann, welches nun die Versorgung mehrerer ländlicher Gebiete miteinschließt. Die bestehenden Monitoring-Praktiken sollen überprüft und anschließend diskutiert werden, wie diese an das erweiterte Versorgungsgebiet angepasst werden können.

Informationstechnologie (IT)

Die Betreiber prüfen derzeit die Beschaffung neuer Hardware und Software für die Chambeshi Water Supply and Sanitation Company. In diesem Zusammenhang könnte die Partnerschaft die Priorisierung von Softwareanforderungen unterstützen und bei der Auswahl von Systemen helfen, die sich für eine gemeinsame Implementierung eignen.

Energielösungen

Steigende Energie- und Chemikalienkosten belasten die Betriebsabläufe der Chambeshi Water Supply and Sanitation Company weiterhin erheblich, insbesondere, da die Tarife seit 2019 nicht erhöht wurden. Dies erschwert es, die Kosten im Gleichgewicht zu halten und gleichzeitig die sichere Versorgung mit Trinkwasser zu gewährleisten. Einige alternative Chemikalienoptionen wurden bereits geprüft.

Darüber hinaus hat der Klimawandel die Situation verschärft. Anhaltende Stromabschaltungen infolge von Dürren haben das Unternehmen dazu veranlasst, in energieeffiziente Pumpen zu investieren, Pumpenpläne zu optimieren und erneuerbare Energiequellen wie Solarenergie zu prüfen.

Vor diesem Hintergrund plant die Partnerschaft einen Wissensaustausch zu bestehenden standortbezogenen Lösungen im Bereich erneuerbarer Energien, darunter Wasserkraft, Solarenergie und Biogasanlagen. Zudem wird erwartet, dass die deutschen Partner die Erstellung eines Energieaudits unterstützen, um zukünftige Energiesparmaßnahmen gezielt zu steuern.

Factsheets

Knowledge transfer and cooperation between Ukraine and Germany

Fact sheet about the cooperation between Kyivvodokanal and HAMBURG WASSER in the frame of a solidarity partnership and for the future of the City of Kyiv and the Free and Hanseatic City …

AUS DER PROJEKTARBEIT

Projektprofil

Laufzeit

 Oktober/2024 – März/2027 

Themenschwerpunkte

  • Non-Revenue Water (NRW)
  • Wasserqualität
  • IT
  • Energielösungen