Das Projekt
Diese Betreiberpartnerschaft wird starke Synergien mit dem NEWZA-Programm sowie dem vom BMZ finanzierten SIWaS-Projekt schaffen. Ihr Hauptziel ist der Wissenstransfer und der Kapazitätsaufbau, was letztlich zu verbesserten Abläufen bei den Betreibern, gestärkten Betriebsstrukturen und einer nachhaltigen Bereitstellung hochwertiger Dienstleistungen führen soll.
NEWZA (Nexus Energy and Water Program for Zambia) ist ein im Jahr 2024 gestartetes Programm, das von der EU, UNICEF und dem BMZ finanziert wird. Es ist Teil der Gemeinsamen Europäischen Strategie für Sambia und zielt darauf ab, die Energie- und Wasserversorgung im Land wesentlich zu verbessern. Dies soll durch eine Steigerung der operativen und finanziellen Leistungsfähigkeit der Versorgungsunternehmen erreicht werden: Ein Ansatz, der den Zusagen der sambischen Regierung und der in Sambias Wassersektor aktiven EU-Mitgliedsstaaten entspricht. NEWZA wird teilweise im Rahmen des bilateralen BMZ-Projekts SIWaS (Strengthening Institutions for Sustainable Water Supply and Sanitation in Zambia) umgesetzt. Diese Betreiberpartnerschaft ist in diesen Rahmen eingebettet und trägt direkt zu dessen Zielen bei.
Arbeitspakete der Partnerschaft
Die Partner planen derzeit eine Zusammenarbeit in vier Arbeitspaketen im Rahmen ihrer Partnerschaft:
Non-Revenue Water (NRW)
Im Jahr 2023 lag der Anteil von Non-Revenue Water (NRW) bei der Chambeshi Water Supply and Sanitation Company bei 41 Prozent. Bestimmte Distrikte trugen überproportional dazu bei, was auf verschiedene Ursachen zurückzuführen ist, unter anderem auf veraltete Infrastruktur.
Die Partner beabsichtigen, gemeinsam die derzeitigen Praktiken im NRW-Management zu analysieren und zu bewerten, um mögliche Kooperationsfelder zu identifizieren. Dabei sollen sowohl physische als auch kommerzielle Wasserverluste adressiert werden. Auf Grundlage dieser Analyse sollen gemeinsam relevante Schulungsbedarfe definiert und Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Leckageortung ausgelotet werden.
Wasserqualität
Im Rahmen des Arbeitspakets zur Wasserqualität planen die Partner zu untersuchen, wie das Management der Wasserqualität an das erweiterte Mandat der Chambeshi Water Supply and Sanitation Company angepasst werden kann, welches nun die Versorgung mehrerer ländlicher Gebiete miteinschließt. Die bestehenden Monitoring-Praktiken sollen überprüft und anschließend diskutiert werden, wie diese an das erweiterte Versorgungsgebiet angepasst werden können.
Informationstechnologie (IT)
Die Betreiber prüfen derzeit die Beschaffung neuer Hardware und Software für die Chambeshi Water Supply and Sanitation Company. In diesem Zusammenhang könnte die Partnerschaft die Priorisierung von Softwareanforderungen unterstützen und bei der Auswahl von Systemen helfen, die sich für eine gemeinsame Implementierung eignen.
Energielösungen
Steigende Energie- und Chemikalienkosten belasten die Betriebsabläufe der Chambeshi Water Supply and Sanitation Company weiterhin erheblich, insbesondere, da die Tarife seit 2019 nicht erhöht wurden. Dies erschwert es, die Kosten im Gleichgewicht zu halten und gleichzeitig die sichere Versorgung mit Trinkwasser zu gewährleisten. Einige alternative Chemikalienoptionen wurden bereits geprüft.
Darüber hinaus hat der Klimawandel die Situation verschärft. Anhaltende Stromabschaltungen infolge von Dürren haben das Unternehmen dazu veranlasst, in energieeffiziente Pumpen zu investieren, Pumpenpläne zu optimieren und erneuerbare Energiequellen wie Solarenergie zu prüfen.
Vor diesem Hintergrund plant die Partnerschaft einen Wissensaustausch zu bestehenden standortbezogenen Lösungen im Bereich erneuerbarer Energien, darunter Wasserkraft, Solarenergie und Biogasanlagen. Zudem wird erwartet, dass die deutschen Partner die Erstellung eines Energieaudits unterstützen, um zukünftige Energiesparmaßnahmen gezielt zu steuern.