Ruhrverband – Energieversorgung Dormagen – Eastern Water and Sanitation Company

Die Projektbeteiligten

  • Deutsche Betreiber
  • Internationaler Partner

Ruhrverband

Seit 1913 ist der Ruhrverband (Essen, Deutschland) für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftungsinfrastruktur entlang der Ruhr verantwortlich. Er versorgt rund 4,6 Millionen Menschen und Unternehmen mit Trink- und Betriebswasser, das aus dem Fluss und seinen Nebenflüssen entnommen wird. Der Ruhrverband ist zuständig für die Planung, den Bau, die Finanzierung und den Betrieb zentraler Infrastrukturen, darunter Talsperren, Speicher, Kläranlagen und Anlagen zur Behandlung von Regenwasser.

Energieversorgung Dormagen GmbH

Die Energieversorgung Dormagen GmbH (evd) mit Sitz in Dormagen, Deutschland, stellt seit 1921 die Wasserversorgung der Stadt sicher. Im Jahr 1979 wurde das Portfolio um die Versorgung mit Privat- und Fernwärme erweitert. Heute sorgen rund 100 Mitarbeitende für eine zuverlässige Wasser- und Energieversorgung der 67.000 Einwohner*innen der Stadt.

Technische Betriebe Dormagen

Die Technischen Betriebe Dormagen sind ein kommunaler Dienstleister unter der Verwaltung der Stadt Dormagen. Sie erbringen eine Vielzahl von Dienstleistungen, darunter Stadtentwässerung, Straßen- und Grünflächenpflege sowie Friedhofsverwaltung. Im Bereich der Entwässerung sorgt ein Team von 25 Mitarbeitenden für die effiziente Sammlung und Behandlung von Abwasser und Regenwasser und ist zudem für die Planung, den Bau und die Instandhaltung der Abwasserinfrastruktur verantwortlich.

Eastern Water and Sanitation Company Limited

Die Eastern Water and Sanitation Company Limited (EWSC) mit Sitz in Chipata, Sambia, wurde 2008 gemäß dem Companies Act CAP 388 der Gesetzgebung Sambias gegründet, um städtische und stadtrandnahe Gemeinden in der Ostprovinz mit Wasser- und Sanitärdienstleistungen zu versorgen. Das Unternehmen nahm 2009 den vollen Betrieb auf und befindet sich vollständig im Besitz der acht lokalen Verwaltungsbehörden der Provinz.

Das Projekt

Diese Betreiberpartnerschaft wird starke Synergien mit dem NEWZA-Programm sowie dem vom BMZ finanzierten SIWaS-Projekt schaffen. Ihr Hauptziel ist der Wissenstransfer und der Kapazitätsaufbau, was letztlich zu verbesserten Abläufen bei den Versorgern, gestärkten Betriebsstrukturen und einer nachhaltigen Bereitstellung hochwertiger Dienstleistungen führen soll.

NEWZA (Nexus Energy and Water Program for Zambia) ist ein im Jahr 2024 gestartetes Programm, das von der EU, UNICEF und dem BMZ finanziert wird. Es ist Teil der Gemeinsamen Europäischen Strategie für Sambia und zielt darauf ab, die Energie- und Wasserversorgung im Land wesentlich zu verbessern. Dies soll durch eine Steigerung der operativen und finanziellen Leistungsfähigkeit der Versorgungsunternehmen erreicht werden: Ein Ansatz, der den Zusagen der sambischen Regierung und der in Sambias Wassersektor aktiven EU-Mitgliedsstaaten entspricht. NEWZA wird teilweise im Rahmen des bilateralen BMZ-Projekts SIWaS (Strengthening Institutions for Sustainable Water Supply and Sanitation in Zambia) umgesetzt. Diese Betreiberpartnerschaft ist in diesen Rahmen eingebettet und trägt direkt zu dessen Zielen bei.

Bei den ersten Delegationsbesuchen in Chipata, der Partnerstadt von Dormagen im Osten Sambias, wurden gemeinsame Anstrengungen unternommen, um zentrale Herausforderungen für die zukünftige Zusammenarbeit zu identifizieren. Nach wie vor hat eine große Zahl von Haushalten keinen direkten Zugang zu Trinkwasser und ist auf Wasserkioske angewiesen. Zudem verlaufen viele Wasserleitungen oberirdisch, was sie besonders anfällig für Schäden macht mit hohen Wasserverlusten und steigenden Kosten für das Versorgungsunternehmen Eastern Water and Sanitation zur Folge. In Sambia betragen die Wasserverluste häufig etwa 50 Prozent, während in Deutschland im öffentlichen Trinkwassernetz nur etwa fünf Prozent verloren gehen.

Zunehmend führen Hitzewellen außerdem zu Einschränkungen bei der Wasserverfügbarkeit und der Erzeugung von Wasserkraft mit gravierenden Folgen für die Bevölkerung und die wirtschaftliche Entwicklung in ganz Sambia.

Arbeitspakete der Partnerschaft 

Die Partnerschaft konzentriert sich insbesondere auf den Wissenstransfer und den Kapazitätsaufbau. Neben technischer Beratung und praxisnahen Schulungen werden die deutschen Partner gemeinsam mit Eastern Water and Sanitation Company Lösungen erarbeiten und direkt vor Ort in Pilotprojekten erproben. Auf diese Weise soll die Partnerschaft die von deutscher Seite zusätzlich finanzierten Modernisierungsmaßnahmen im Versorgungsnetz wirkungsvoll unterstützen.

Im Rahmen des Austauschs wurden die folgenden Arbeitspakete identifiziert, die in enger Abstimmung mit dem NEWZA-Programm umgesetzt werden sollen:

Technische Verbesserungen
  • Sanitärstrategie und Management von Klärgruben
  • Reduzierung von Wasserverlusten
  • Wasseraufbereitung
Unterstützende Prozesse
  • Geoinformationssysteme (GIS)
Unternehmensführung
  • Evaluierung und Verbesserung der Geschäftsorganisation
  • Datenmanagement und IT-bezogene Themen
  • Kaufmännische und finanzielle Abläufe
  • Projektmanagement und infrastrukturelle Entwicklung
Anlagenmanagement und Sicherheit
  • Technisches Anlagenmanagement
  • Energiemanagement
  • Sicherheit

Factsheets

Knowledge transfer and cooperation between Ukraine and Germany

Fact sheet about the cooperation between Kyivvodokanal and HAMBURG WASSER in the frame of a solidarity partnership and for the future of the City of Kyiv and the Free and Hanseatic City …

AUS DER PROJEKTARBEIT

Projektprofil

Laufzeit

Oktober/2024 – März/2027

Themenschwerpunkte

  • Umgang mit und Reduzierung von Wasserverlusten (Non-Revenue Water)

  • Technische Verbesserung der Wasseraufbereitung

  • Geoinformationssysteme

  • Unternehmensführung, z. B. Prozessmanagement im Vertrieb, Daten/IT

  • Anlagenmanagement und Sicherheit