Das Projekt
Diese Betreiberpartnerschaft wird starke Synergien mit dem NEWZA-Programm sowie dem vom BMZ finanzierten SIWaS-Projekt schaffen. Ihr Hauptziel ist der Wissenstransfer und der Kapazitätsaufbau, was letztlich zu verbesserten Abläufen bei den Versorgern, gestärkten Betriebsstrukturen und einer nachhaltigen Bereitstellung hochwertiger Dienstleistungen führen soll.
NEWZA (Nexus Energy and Water Program for Zambia) ist ein im Jahr 2024 gestartetes Programm, das von der EU, UNICEF und dem BMZ finanziert wird. Es ist Teil der Gemeinsamen Europäischen Strategie für Sambia und zielt darauf ab, die Energie- und Wasserversorgung im Land wesentlich zu verbessern. Dies soll durch eine Steigerung der operativen und finanziellen Leistungsfähigkeit der Versorgungsunternehmen erreicht werden: Ein Ansatz, der den Zusagen der sambischen Regierung und der in Sambias Wassersektor aktiven EU-Mitgliedsstaaten entspricht. NEWZA wird teilweise im Rahmen des bilateralen BMZ-Projekts SIWaS (Strengthening Institutions for Sustainable Water Supply and Sanitation in Zambia) umgesetzt. Diese Betreiberpartnerschaft ist in diesen Rahmen eingebettet und trägt direkt zu dessen Zielen bei.
Bei den ersten Delegationsbesuchen in Chipata, der Partnerstadt von Dormagen im Osten Sambias, wurden gemeinsame Anstrengungen unternommen, um zentrale Herausforderungen für die zukünftige Zusammenarbeit zu identifizieren. Nach wie vor hat eine große Zahl von Haushalten keinen direkten Zugang zu Trinkwasser und ist auf Wasserkioske angewiesen. Zudem verlaufen viele Wasserleitungen oberirdisch, was sie besonders anfällig für Schäden macht mit hohen Wasserverlusten und steigenden Kosten für das Versorgungsunternehmen Eastern Water and Sanitation zur Folge. In Sambia betragen die Wasserverluste häufig etwa 50 Prozent, während in Deutschland im öffentlichen Trinkwassernetz nur etwa fünf Prozent verloren gehen.
Zunehmend führen Hitzewellen außerdem zu Einschränkungen bei der Wasserverfügbarkeit und der Erzeugung von Wasserkraft mit gravierenden Folgen für die Bevölkerung und die wirtschaftliche Entwicklung in ganz Sambia.
Arbeitspakete der Partnerschaft
Die Partnerschaft konzentriert sich insbesondere auf den Wissenstransfer und den Kapazitätsaufbau. Neben technischer Beratung und praxisnahen Schulungen werden die deutschen Partner gemeinsam mit Eastern Water and Sanitation Company Lösungen erarbeiten und direkt vor Ort in Pilotprojekten erproben. Auf diese Weise soll die Partnerschaft die von deutscher Seite zusätzlich finanzierten Modernisierungsmaßnahmen im Versorgungsnetz wirkungsvoll unterstützen.
Im Rahmen des Austauschs wurden die folgenden Arbeitspakete identifiziert, die in enger Abstimmung mit dem NEWZA-Programm umgesetzt werden sollen:
Technische Verbesserungen
- Sanitärstrategie und Management von Klärgruben
- Reduzierung von Wasserverlusten
- Wasseraufbereitung
Unterstützende Prozesse
- Geoinformationssysteme (GIS)
Unternehmensführung
- Evaluierung und Verbesserung der Geschäftsorganisation
- Datenmanagement und IT-bezogene Themen
- Kaufmännische und finanzielle Abläufe
- Projektmanagement und infrastrukturelle Entwicklung
Anlagenmanagement und Sicherheit
- Technisches Anlagenmanagement
- Energiemanagement
- Sicherheit